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    <title>WortSpiel (Randnotizen und leichte Unterhaltung)</title>
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    <description>Randnotizen und leichte Unterhaltung</description>
    <dc:publisher>Wortspiel</dc:publisher>
    <dc:creator>Wortspiel</dc:creator>
    <dc:date>2007-02-07T11:19:18Z</dc:date>
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    <title>WortSpiel</title>
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  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2666049/">
    <title>Schuster und Schneider</title>
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    <description>Ich sitze draußen in aller Gemütlichkeit. Ein großes schwarzes Ding mit sehr langen Beinen fliegt (!) plötzlich um mich herum, kommt immer näher. Ich springe auf, renne weg, es verfolgt mich. Mir geht es nicht gut, ich wünsche mir eine kleine braune Plastiktüte, in die ich langsam und regelmäßig ein- und ausatmen kann. Ich weiß nicht wo ich hin soll. Gott sei Dank bin ich nicht alleine. &quot;Mach sofort dieses große schwarze Ding mit den sehr langen Beinen tot.&quot;, flüstere ich gepresst. &quot;Reg dich doch nicht auf, ist doch nur ein Schuster.&quot; &lt;br /&gt;
&quot;Nein, es ist ein Schneider.&quot; &lt;br /&gt;
&quot;Bei uns sagt man Schuster.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Dort wo ich herkomme, sagt man Schneider.&quot; Mein Blick kreist wirr mit dem Flugverhalten des schwarzen Dings, gefährlich in meiner Nähe.&lt;br /&gt;
&quot;Schneider? Habe ich ja noch nie gehört.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Und ich habe Schuster noch nie gehört. Machst du es bitte tot?&quot; Meine Stimme ist jetzt kurz vorm Überschnappen. &lt;br /&gt;
&quot;Wen? Schuster oder Schneider?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Beide!&quot; Ich versuche Haltung zu bewahren. &lt;br /&gt;
&quot;Ist doch nur einer! Schneider ... Habe ich echt noch nie gehört. Sagt doch kein Mensch.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Guck doch im Duden nach oder unter Wissen.de.&quot; Der Dialog kostet mich Kraft. &lt;br /&gt;
&quot;Bei Wikipedia hat bestimmt auch schon einer was dazu geschrieben.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ja, bestimmt. Ist doch egal, wie das Ding heißt. Schuster oder Schneider, interessiert doch jetzt echt keine Sau!&quot; Ich muss mich wirklich sehr zusammen reißen, immer das schwarze Ding im Blick. &lt;br /&gt;
Dann der erlösende Schlag mit dem Ikea-Katalog. &lt;br /&gt;
&quot;Jetzt ...&quot; Lange Bedenkpause des Helden. &quot;Jetzt sind es Schuster &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; Schneider.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________________________________________________________________</description>
    <dc:creator>Wortspiel</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://wortspiel.twoday.net/topics/3_Teilwahrheiten&quot;&gt;3_Teilwahrheiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Wortspiel</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-13T20:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2612077/">
    <title>Meine Männer</title>
    <link>http://wortspiel.twoday.net/stories/2612077/</link>
    <description>Durch &lt;a href=&quot;http://totzumittag.dspn.de/2006/09/01/einen-filzhut-tragen/&quot;&gt;den Grob&lt;/a&gt; und sein &quot;don&apos;t hassel the hoff&quot;, sind mir die  Männer meiner Jugend wieder eingefallen. Stellenweise ist mir nachhaltig übel geworden. Ich &lt;strike&gt;bin&lt;/strike&gt; war ein Mädchen des schlechten Geschmacks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chronologische Reihenfolge schaffe ich nicht mehr, aber das spielt auch keine Rolle. Wichtig ist für mich einfach die Befreiung vom Schlimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Patrick Swayze&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dirty Dancing habe ich ungefähr 27 Mal gesehen. Soweit so normal. Hätte ich nicht rund drei Jahre am Stück tags- und nachtsüber davon geträumt, dass &lt;i&gt;ich&lt;/i&gt; Baby bin und Patrick &lt;i&gt;mich&lt;/i&gt; liebt. Und ich meine wirklich &lt;i&gt;liebt &lt;/i&gt;. Begleitet wurden diese Träume von meinem Pubertätsspeck und der Angst, dass Patrick bei meinem Sprung von der Bühne in seine Arme, vielleicht zusammen brechen und ich mich beim Publikum blamieren könnte. Damals habe ich eine Sammelmappe mit Patrick-Swayze-Bildern angelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;311&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Wortspiel/images/pat138.jpg&quot; alt=&quot;pat138&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;David Hasselhoff&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knight Rider. Ein Mann, ein Auto. Kann man nicht anders sagen. Was für ein Held. Meine Liebe zu prolligen Autos besteht seitdem bis heute. Allerdings haben Autos mit denen man mich heute beindrucken kann Geländewagen-Format. Aber noch immer gilt: Je fetter umso fetter! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Baywatch war ich allerdings schon etwas kritischer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;231&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Wortspiel/images/david-hasselhoff-img_2.jpg&quot; alt=&quot;david-hasselhoff-img_2&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sascha Hehn&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ich nicht erklären. Ich weiß nicht, was da mit mir los war. Noch heute versuche ich diese Liebe immer wieder kopfschüttelnd zu verarbeiten. Es gelingt mir nicht. Ich kann es nur so vermuten: Ich kannte damals einen Jungen, der schon viel älter und viel größer war als ich und in den ich so verliebt war, dass ich mich regelmäüßig bis auf die Knochen blamiert habe. Der Junge sah aus wie Sascha Hehn. Wenn ich heute an beide zurück denke, weiß ich nicht, wer schlimmer war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Wortspiel/images/sync-sascha-hehn.jpg&quot; alt=&quot;sync-sascha-hehn&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Simon &amp; Simon&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, in einen der beiden war ich natürlich auch verknallt. Ist auch weiter nicht schlimm. Im Gegensatz zu allen anderen Mädchen war ich allerdings nicht in den coolen Simon, sondern in den uncoolen Simon verliebt. Genauer: In A.J. Damalige Real-Life-Verehrer habe ich regelmäßig am örtlichen Springbrunnen drapiert und &quot;Wann gehts weiter? Gleich geht&apos;s weiter!&quot; sagen lassen. Wer mich dabei nicht genauso überzeugt hat wie A.J., war raus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Wortspiel/images/s-saj.jpg&quot; alt=&quot;s-saj&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Colt Seavers&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Überschrift habe ich nur gewählt, damit der Leser weiterliest. In Wahrheit war ich seinem Cousin verfallen - Howie Munson. Ja, richtig, das Weichei. Ich war ernsthaft traurig, wenn Howie sich bei seinen knallharten Stunts Verletzungen zuzog. Das hat mich bis zur nächsten Folge stark beschäftigt, wie heldenhaft und selbstlos er immer wieder handelte. Mehr noch habe ich jedoch laufend darüber nachgedacht, wie ich ihn nach Dienstschluss mit Jod und Küsschen versorgen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;239&quot; height=&quot;358&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Wortspiel/images/colt_howie.jpg&quot; alt=&quot;colt_howie&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war jung, brauchte weniger Geld als heute und bitte für diese  Verirrungen um Verständnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________________________________________________________________</description>
    <dc:creator>Wortspiel</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://wortspiel.twoday.net/topics/3_Teilwahrheiten&quot;&gt;3_Teilwahrheiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Wortspiel</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-01T13:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2569686/">
    <title>Auf den Hund gekommen</title>
    <link>http://wortspiel.twoday.net/stories/2569686/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://ohbehave.twoday.net/stories/2566093/&quot;&gt;Oh Behave &lt;/a&gt;hat mich darauf gebracht, das Thema &quot;Hund&quot; zu bloggen. So kann ich auch das Sommerloch ganz gut überbrücken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mag Hunde sehr gerne, aber ich habe grundsätzlich eine realistische Einstellung dazu. Weiter gilt für Hunde und mich: Je größer und hässlicher sie sind, umso mehr mag ich sie. Hässliche Hunde haben den Vorteil, dass sie niemand anfassen will und sie nicht ständig und ungefragt betatscht werden. Außerdem können hässliche Hunde sehr viel Charme haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Eltern haben so einen Hund, der sehr groß ist und wirklich unglaublich viel &quot;Charme&quot; hat. Als sie noch ein Welpe war, war sie ein optischer Hit. Sie war ein hässlicher Hund mit Kindchenschema. Kindchenschema finden die Leute toll. Erst als sie groß war, wollte sie niemand mehr anfassen. Und ich meine &lt;i&gt;wirklich&lt;/i&gt; groß. Zu Welpenzeiten war ich mal mit ihr unterwegs und traf eine Frau mittleren Alters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau mittleren Alters &lt;/b&gt;(verzückt): Na was bist du denn für einer?&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich&lt;/b&gt; (nicht verzückt): Er spricht nicht. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau mittleren Alters &lt;/b&gt;(verzückt): Und was ist er für einer? &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich&lt;/b&gt; (nicht verzückt): Ein Hund. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau mittleren Alters &lt;/b&gt;(immer noch verzückt): Und was für einer?&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich&lt;/b&gt; (immer noch nicht verzückt): Ein kleiner Hund. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau mittleren Alters&lt;/b&gt; (will es nicht verstehen): Und was wird er mal?&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich&lt;/b&gt; (mittlerweile Spaß an dem Spiel entwickelnd): Ein großer Hund. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau mittleren Alters &lt;/b&gt;(verliebt - nicht in mich, in den Hund): Der sieht so ... so interessant aus. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich&lt;/b&gt;: Das sagt Biolek auch immer, wenn ihm das Essen seiner Kochgäste nicht schmeckt. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau mittleren Alters &lt;/b&gt;(entsetzt): Aber ich will ihn doch nicht essen!&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich&lt;/b&gt; (erstaunt): Ach nein? Ja, dann halten sie mich doch bitte nicht länger auf. Ich will noch zum Chinesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;333&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Wortspiel/images/emmi.jpg&quot; alt=&quot;emmi&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________________________________________________________________</description>
    <dc:creator>Wortspiel</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://wortspiel.twoday.net/topics/3_Teilwahrheiten&quot;&gt;3_Teilwahrheiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Wortspiel</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-23T16:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2539164/">
    <title>30 Stunden meines Lebens</title>
    <link>http://wortspiel.twoday.net/stories/2539164/</link>
    <description>&lt;i&gt;&lt;b&gt;Dienstag, 15. August&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;18.30 bis 20.20 Uhr &lt;/b&gt;- Fahrtzeit für 35 Kilometer, im Stau gestanden. Extra früh los gefahren, da am Zielort viel zu tun. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;20 Uhr &lt;/b&gt;- EC-Karte an Tankstelle liegen gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;23.30 Uhr &lt;/b&gt;- Notebook total Ausfall, nix geht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;23.45 Uhr &lt;/b&gt;- Hirn total Ausfall wegen Wutausbruch, da Notebook wegen gleichem Fehler schon vor drei Monaten in Reparatur war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;00.30 Uhr &lt;/b&gt;- Beginn der Einschlafphase immer wieder unterbrochen durch Wecker-Kontrollzwang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;16. August&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;8 Uhr &lt;/b&gt;- Notebook bei Händler abgegeben, unverschämter Mitarbeiter, Contenance total Ausfall wegen Wutausbruch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;8.45 Uhr &lt;/b&gt;- Gemerkt, dass die EC-Karte weg ist. Kammerflimmern, Panikschübe, Schweißausbruch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;9.20 Uhr &lt;/b&gt;- Nach 35 Minuten intensiver Überlegung und Hohl drehen endlich an das Tanken gestern Abend gedacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;11 Uhr &lt;/b&gt;- Frische und randvolle Tasse Kaffee über Schreibtisch und Tastatur geschleudert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;11.30 Uhr &lt;/b&gt;- Tastatur total Ausfall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;11.45 Uhr &lt;/b&gt;- Telefonische Erklärungsnot bei IT-Abteilung, warum ich eine neue Tastatur brauche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;12.15 Uhr &lt;/b&gt;- Dem IT-Mitarbeiter läuft bei Austausch der Tastatur eine halbe Tasse Kaffee auf die Hose. Schon wieder Erklärungsnot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;15 Uhr &lt;/b&gt;- Das erste Mal neuem Chef begegnet - auf dem Damenklo. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;15.01 Uhr &lt;/b&gt;- Festgestellt, dass es das Herrenklo war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;18 Uhr &lt;/b&gt;- Riesenumweg zur Tanke, wo meine EC-Karte liegt. Mitarbeiter des Monats hat sie bei Dienstschluss um 15 Uhr mitgenommen, aus Angst vor Betrug und Niedertracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;20 Uhr &lt;/b&gt;- Völlig pleite auf Weinfest verabredet. &quot;Kannst du mir Geld leihen?&quot; Super Eindruck hinterlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;23.30 Uhr &lt;/b&gt;- Anschluss des Leihgerätes zu Hause. DSL funktioniert nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;23.35 Uhr &lt;/b&gt;- Anruf bei Provider. Warteschleife für 1,80 pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;23.45 Uhr &lt;/b&gt;- Warteschleife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;23.51 Uhr &lt;/b&gt;- Warteschleife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;23.52 Uhr &lt;/b&gt;- Ausfall Festnetz, Akku leer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;23.53 Uhr &lt;/b&gt;- Weiter mit Handy. Warteschleife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;00.04 Uhr &lt;/b&gt;- Warteschleife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;00.08 Uhr &lt;/b&gt;- Gespräch mit unfähigem Mitarbeiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;00.28 Uhr &lt;/b&gt;- Fehler behoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;01.30 Uhr &lt;/b&gt;- Gute Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________________________________________________________________</description>
    <dc:creator>Wortspiel</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://wortspiel.twoday.net/topics/3_Teilwahrheiten&quot;&gt;3_Teilwahrheiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Wortspiel</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-17T06:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2529091/">
    <title>Mein Auto und ich</title>
    <link>http://wortspiel.twoday.net/stories/2529091/</link>
    <description>Ich bin blond. Und manchmal erfülle ich wirklich jedes Klischee. Ich kann machen was ich will, es passiert mir einfach. Vor Wochen stelle ich fest, dass mein Auto dringend neue Scheibenwischer braucht. Kein Problem, besorge ich einfach neue. Die fahre ich nun seit Wochen durch die Gegend, seit Wochen regnet es. Es muss also was passieren. Ich habe aber keine Lust das selbst zu machen. Genau genommen habe ich keinen Plan. Also frage ich heute meinen Kollegen: &quot;Schahatz ... Könntest du ...?&quot; Dabei lege ich den Kopf schief und klimpere mit den Augen. In diesem Fall ist dieser Einsatz wirklich notwendig und bedarf besonderer Anstrengung, denn Schatz ist schwul, somit Frauenresistent und blickt bei meiner Frage entnervt zur Decke. Nachdem ich mir fast die Augen aus dem Kopf geklimpert habe, ist der Deal perfekt. Mit Schatz im Schlepptau gehe ich zum Auto. Fachmännisch schaut er die Wischer an, blickt prüfend auf die Verpackung und fragt mit strengem Blick: &quot;Hast du die alleine gekauft?&quot; Ich nicke. &quot;Von wann ist dein Auto?&quot; &quot;Er ist jetzt vier&quot;, antworte ich devot. &quot;Also von 2002. Siehst du die Zahlen, die hinten auf der Verpackung stehen? Das sind Baujahreszahlen. Diese Wischer sind für Autos mit Baujahr 1992 bis 1998.&quot; Er seufzt, rollt mit den Augen und schüttelt den Kopf. Ich vermute, er erinnert sich an die Geschichte, als ich den ADAC gerufen habe, weil mein Auto einen Platten hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab morgen soll es wieder sonnig werden. Dann brauche ich sowieso keine Scheibenwischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________________________________________________________________</description>
    <dc:creator>Wortspiel</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://wortspiel.twoday.net/topics/3_Teilwahrheiten&quot;&gt;3_Teilwahrheiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Wortspiel</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-14T23:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2499928/">
    <title>Sieben Wochen Junggesellinnenabschied</title>
    <link>http://wortspiel.twoday.net/stories/2499928/</link>
    <description>Meine beste Freundin L. heiratet. Und ich bin Trauzeugin. Wie aufregend! Wenn ich &quot;Trauzeuge&quot; google, wird mir ganz schlecht. Gott sei Dank ist L. nicht nur cool, sondern auch tolerant, weiß um meine Sorgen und entbindet mich größtenteils der brutalen To-Do-Liste eines Trauzeugen. Trotzdem gibt es einige Aufgaben, die ich mir nicht nehmen lassen will: Hochzeitsoutfit aussuchen, Friseurtermin organisieren und so oft es geht mit ihr darauf anstoßen, dass sie bald heiratet. Mit dem Anstoßen beginnen wir gleich letzten Samstag. Der ursprüngliche Plan ist, in die Stadt zu gehen und nach einem Hochzeitsoutfit für L. zu schauen. Völlig naiv bin ich fest davon überzeugt, wir finden gleich eins. Das Ende vom Lied: Ich gehe mit zwei Tüten nach Hause, L. mit leeren Händen. Um auch sie glücklich zu machen, trinken wir Sekt. L. wird davon sehr glücklich. Ich auch. Größenwahnsinnig fahre ich uns nach Hause. Gott sei Dank mit meinem Auto, denn beim Ausfahren aus dem Parkhaus springt mir der Bordstein in die Felge und schreddert meine Radkappe. Seis drum denke ich cool und L. gluckst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuhause trinken wir weiter und stellen fest: Es gibt noch ein entscheidendes Problem. Ich brauche für die Hochzeit einen Tischherren. Bis Ende September habe ich nur noch Zeit. Das nenne ich mal Torschlusspanik. L.s Hirn schwimmt in Sekt und produziert zündende Ideen: Sie besorgt mir einen &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/archiv/2002/07/200207_finis.xml&quot;&gt;Walker&lt;/a&gt;. Ihr Vertrauen in mich und meine Männerwahl scheint nicht besonders groß zu sein. Ihre nächste zündende Idee: Wir gehen heute Abend in den &lt;i&gt;Schinderhannes&lt;/i&gt;. Die In-Kneipe in meinem Wohnort, der nicht besonders groß und auch nicht besonders exklusiv ist.  Der &lt;i&gt;Schinderhannes&lt;/i&gt; hat sich den Ortsverhältnissen angepasst. &quot;Da ist es lustig!&quot; behauptet L.. Aus verschiedenen zuverlässigen Quellen hat sie das schon gehört! Na gut, den Traummann findet man an den seltsamsten Stellen, denke ich und ziehe mit L. los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Tür vom &lt;i&gt;Schinderhannes&lt;/i&gt; steht: Hier gehts ab! Oder sowas ähnliches. Wir gehen rein, in Anbetracht des Publikums und der Musik entwickele ich Muttergefühle. Wir setzen uns an einen Tisch, lassen uns von Jugendlichen anstarren, stehen nach fünf Minuten wieder auf und verschwinden durch den Hintereingang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussicht auf einen Walker als Hochzeitsbegleitperson und meine Bestätigung, dass der &lt;i&gt;Schinderhannes &lt;/i&gt;nicht lustig ist, lassen mich schnell ernüchtern. &quot;Los! Gehen wir zu McDonalds!&quot; strahlt L., der Tragödie nicht bewusst.  Also torkeln wir weiter. Das heißt: L. torkelt, ich torkle nur, weil ich sie stütze. Bei McDonalds versuche ich mit schalem Bier wieder in Fahrt zu kommen - Fehlschlag. L. wird müde. Wir gehen nach Hause und beschließen den Damenabend wie einen Klassiker enden zu lassen: Mit DVD auf der Couch. Der Film hat kaum angefangen, da befindet sich L. schon in der Tiefschlafphase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ein Walker ist vielleicht keine schlechte Idee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://static.twoday.net/Wortspiel/images/2006_0806traudich0044.jpg&quot;&gt;&lt;img width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; title=&quot;Diese Karte habe ich an diesem Tag vor dem Klo eines Cafés entdeckt. &quot; onclick=&quot;javascript:openPopup(&apos;http://static.twoday.net/Wortspiel/images/2006_0806traudich0044.jpg&apos;,400,300);return false;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Wortspiel/images/2006_0806traudich0044_small.jpg&quot; alt=&quot;Diese Karte habe ich an diesem Tag vor dem Klo eines Cafés entdeckt. &quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:creator>Wortspiel</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://wortspiel.twoday.net/topics/3_Teilwahrheiten&quot;&gt;3_Teilwahrheiten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Wortspiel</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-08T14:11:00Z</dc:date>
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    <title>Orientierungslos</title>
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    <description>Orientierungslosigkeit soll eine klassische Frauenschwäche sein. Darum habe ich ein Navigationssystem gekauft. Das Problem: Meine Navi ist auch eine Frau. Es ist genauso planlos wie ich. Ein weiteres Prolem: Es liegt in der Natur meiner Dinge, dass ich gerne alles besser weiß. Ich bin also in ständiger Differenz mit meinem Navi. Ich kann es nicht mehr ertragen, dieses ewige &quot;Bitte wenden Sie jetzt&quot;. Ich war bislang der Meinung, so ein Navi hat eine Seele. Wenn es tatsächlich so ist, habe ich sie mit übelsten Beschimpfungen zunichte gemacht. Seit ich mein Navi habe, habe ich auch mein Repertoire an Kraftausdrücken stark erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für meine &lt;a href=&quot;http://wortspiel.twoday.net/20060717/&quot;&gt;beste Freundin&lt;/a&gt; sind solche Anrufe von mir normal: &quot;Ich habe eine  Abkürzung genommen - ich komme später.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:creator>Wortspiel</dc:creator>
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    <title>Einkaufen</title>
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    <description>Ich gehe selten einkaufen. Das passt normalerweise nicht in mein Konzept. Doch manchmal ist es herrlich, etwas zu tun, was alle tun. Am Samstagvormittag habe ich also mein Auto gesaugt, bin in die Waschanlage gefahren und ging anschließend einkaufen. Gesunde Sachen, damit ich mich endlich mal vernünftig ernähre, vor allem zum Frühstück. Ich habe auch versucht, &lt;i&gt;Basics&lt;/i&gt; einzukaufen. Dinge, die gute Menschen immer im Haus haben, aus denen sich schnell mal was kochen lässt oder die ein geplantes Essen verfeinern. Doch da war mein Hirn schnell wegen Überforderung geschlossen. Am Schluss habe ich noch ein Achterpack Mars-Eis und ein Sechserpack Bounty-Eis eingepackt. Zum sommerlichen Naschen zwischendurch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstabend habe ich sieben Mars-Eis gegessen. Sonntagmorgen noch eins. Sonntagabend waren es sechs Bounty-Eis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Frühstück ist keine Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2006-08-01T07:21:00Z</dc:date>
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    <title>Falsche Schlange</title>
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    <description>Es ist einfach so. Wenn ich zu McDonalds gehe, sind alle Kassen besetzt. Heute stelle ich mich an der Kasse mit der kürzesten Schlange an; es geht vorwärts, ich muss nur noch den Typ vor mir überstehen. Und dann legt er los: Bitte 37 Cheeseburger, 29 Hamburger, 46 Portionen Pommes ... Als er fertig ist, dreht er sich zu mir um - ein milde lächelnder, selbstgefälliger Reihenhaus-Vorgarten-Vati - und erklärt verklärt schulterzuckend: Kindergeburtstag. In diesem Augenblick schließen alle anderen Mitarbeiter des Monats ihre Kassen - es steht niemand mehr an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2006-07-31T21:01:00Z</dc:date>
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    <title>Fuß-Schicksal</title>
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    <description>Ich habe hässliche Füße. Das weiß ich seit dem Tag, an dem ich das erste Mal aufrecht sitzen und meine Füße sehen konnte. Von Schuldzuweisungen an Elternteile, wer mir diese Füße vererbt hat, sehe ich ab. Es ist sowieso nichts mehr daran zu ändern, ab einem gewissen Alter muss man auch eigenverantwortlich leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Zehen sehen aus wie Cocktail-Würstchen und der Gesamteindruck meiner Füße erinnert an die von Barney Geröllheimer. Ich bin sicher, man kann mit ihnen auch aus voller Fahrt ein Auto bremsen. Das tragische an meinem Schicksal ist: Ich liebe Schuhe. Ganz entzückend finde ich Riemchen-Sandalen oder Dianetten. Alles für mich nicht tragbar, denn sie zeigen zuviel von dem Grauen, das mich seit 31 Jahren durch die Gegend trägt. Zu allem Überfluss bezeichnet mein Lieblings-Schuhversandhaus offene Schuhe und Sandälchen auch noch als &quot;Must haves&quot;. Geschlossene Sommerschuhe kaufen kann zur Lebensaufgabe werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige Trost: Ich weiß, es handelt sich bei meinen Füßen nicht um ein Einzelschicksal. Meine Kollegin trägt auch keine offenen Schuhe. Sie hat Spreiz-, Platt-, und Senkfüße, läuft nach eigenen Angaben auf der Felge. Ein Freund hat links einen Standardfuß, rechts haben alle Zehen im frühkindlichen Stadium aufgehört zu wachsen - bis auf die beiden Mittelzehen. Und manchmal wirkt es, als würden sie immer noch wachsen. Ein anderer Freund hat ebenfalls hässliche Füße, glaubt aber so sehr an sich selbst, dass er denkt, sie sind schön.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe schon überlegt, zur Fußpflege zu gehen. Eine Fußpflegerin wird dafür bezahlt, sich um meine Füße zu kümmern, mir zu sagen, wie schön sie sind. Vielleicht würde es mir dann besser gehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dahin gehe ich erstmal Schuhe kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2006-07-19T14:23:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2404337/">
    <title>Udo</title>
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    <description>Meine erste große Liebe war Udo. Nein, eigentlich Kurt, aber in Kurt war ich nicht wirklich verliebt. Also war es doch Udo. Udo trug immer eine schwarze Lederjacke, enge Jeans und Cowboystiefel. Er spielte Schlagzeug und konnte Bleistifte mit seiner Bauchmuskulatur zerbrechen. Er war der Coolste der Schule und alle Mädchen waren in ihn verliebt. Das war schon immer so: Ich verliebe mich ausschließlich in Männer, in die schon sehr viele andere Frauen verliebt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein erster Kuss von Udo war leider auch mein letzter. Es war dramatisch: An der Bushaltestelle, ganz unerwartet, mitten im Gespräch, leidenschaftlich. Leiden schaffte dann auch der Bus, der genauso unerwartet kam wie der Kuss. Wir mussten uns trennen, in letzter Sekunde gelang mir der Sprung in das Fahrzeug. Ich blieb hinter der Tür stehen und blickte traurig hinaus, in Udos große braune Augen. Ich fühlte mich wie in einem dieser schwarz-weiß Filme, in dem weinende Frauen in abfahrenden Zügen am Fenster sitzen und Männer mit Seelenschmerzerfülltem Gesicht dem Zug und den Frauen hinterher laufen. Udo blieb grinsend stehen. Bei dieser Gelegenheit lernte ich dann auch die Bedeutung von &quot;Ich ruf&apos; dich an&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Udo-Mythos beeinflusst mich seitdem auf meiner Bräutigamsschau. Udos Abbild ist mein Beuteschema. Wen ich dann wirklich erlege sind meistens Männer, über die Udo sich früher lustig gemacht hat. Meine beste Freundin Luise hat das Udo-Drama damals miterlebt und miterlitten. Als Schaulustige, Therapeutin und Botschafterin. Vor kurzem, 16 Jahre später, gehe ich mit Luise durch die Fußgängerzone. Du musst jetzt sehr, sehr stark sein, sagt sie auf einmal. Ich drehe mich um und sehe den wilden Udo. Mit Kinderwagen, Strickpulli und gelangweiltem Gesichtsausdruck. Völlig unwild. Er sieht aus wie einer, über den er sich früher lustig gemacht hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss jetzt umdenken. Es wird bestimmt eine Weile dauern, bis ich wieder jemanden finde, der Bleistifte mit seiner Bauchmuskulatur zerbrechen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________________________________________________________________________</description>
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    <dc:date>2006-07-17T13:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2404344/">
    <title>Meine Oma und die Männer</title>
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    <description>Als ich mich von meinem Ex getrennt habe, strich mir meine Oma ausnahmsweise zärtlich über die Wange und sagte: Das wird schon wieder. Diesem bedeutungsschwangeren Satz fügte sie noch hinzu: Ich wünsche dir einen Mann, der sich um dich kümmert, dich ausführt und über den du dich aufregen kannst - bis der Richtige kommt. Davon habe ich mittlerweile vier. Also nicht vier Richtige, sondern vier Tischherren. Sie erledigen sogar Reparaturen aller Art. Als fester Freund und Inhaber exklusiver Besuchs- und Bettrechte eignet sich allerdings keiner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, eineinhalb Jahre später, streicht meine Oma mir über die Wange und seufzt: Das wird nix mehr ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________________________________________________________________________</description>
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    <dc:date>2006-07-14T00:08:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2404347/">
    <title>Schreie</title>
    <link>http://wortspiel.twoday.net/stories/2404347/</link>
    <description>Ich sitze noch im Büro, bei offenem Fenster. Draußen höre ich Männer schreien. Sie stöhnen laut, es hört sich nach Kampf, Schmerzen und Angst an. Ich überlege ernsthaft, ob ich mich fürchten soll. Oder die Polizei rufen? Oder raus rennen und mich zwischen die Kämpfenden werfen? Todesmutig würde ich in gezückte Messer blicken, die dem Testosteronrausch verfallenen Männer trennen und den Streit mit sachlichen Argumenten schlichten. Am nächsten Tag würde ich in der Zeitung stehen, weil ich zwei Männern das Leben gerettet habe. Dem einen, weil er weiterlebt, dem anderen, weil er nicht in den Knast muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da schreit schon wieder einer laut. Mich gruselt&apos;s. Und dann noch ein Schrei: Toooooooooooooor! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist die Senioren-Fußballmannschaft vom Sportplatz nebenan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gehe jetzt nach Hause.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2006-07-12T19:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2404350/">
    <title>Ich hatte in Mathe einen Fensterplatz</title>
    <link>http://wortspiel.twoday.net/stories/2404350/</link>
    <description>Ich hatte in Mathe einen Fensterplatz. Darum fällt mir das Kopfrechnen so schwer. Ich will ehrlich sein: Jede Art von rechnen fällt mir schwer. Und heute habe ich im Lotto gewonnen. Ich habe mich aber schon wieder etwas beruhigt: Auf meinen Lottoschein entfällt nur eine richtige Endziffer bei Super 6. Das ist nicht mehr als zweifuffzig. Diese Rechnung schaffe ich auch mit Fensterplatz. Ich spiele schon lange Lotto. Darüber habe ich mal nachgedacht: Wenn ich das Geld für alle Lottoscheine, die ich schon gekauft habe, gespart hätte, anstatt davon Lottoscheine zu kaufen, wäre ich dann schon Millionärin? Um das zu wissen, muss ich rechnen und genau: Ich hatte in Mathe einen Fensterplatz. Und wenn ich jetzt tatsächlich rechnen könnte und ausrechnen würde, dass ich dann schon Millionärin wäre, dann wäre ich ja meines Lebens nicht mehr froh. Ich würde mich selbst zermartern mit einem ins Hirn gebrannten &quot;Hättest du nur ...&quot; und ich würde anfangen zu weinen, bei dem Gedanken, was ich mir davon alles kaufen könnte. Wäre ich also ein Genie in Mathe, wäre ich todunglücklich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie so oft muss ich dann wieder meiner Oma Recht geben, die einfach weiß, worauf es ankommt: Mathe braucht man nicht für`s Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2006-07-12T18:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://wortspiel.twoday.net/stories/2404362/">
    <title>Ich bin Fußballfan</title>
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    <description>Heute bin ich sehr unmotiviert. Arbeiten fällt mir schwer. (Nicht, dass es an anderen Tagen anders wäre.) Meine To-do-Liste wird immer länger und der Tag immer kürzer. Ohne, dass ich irgend etwas erledige. Ich denke an den groß gewachsenen Zidane mit Schuhgröße 48. Wie der sich jetzt wohl fühlt? Nicht wegen der großen Füße. Wegen seines Abgangs. Der ist häßlich, sagt meine Kollegin. Für mich ist er ein Mann zum Heiraten - symbolisch. Genauso wie Klins- und Lehmann. Und Jürgen Klopp ist auch so einer. Symbolisch heiraten kann man alle Männer oder Frauen, die gut aussehen und die man sonst weiter nicht kennt. Das ist eine gute Einrichtung. So kann ich mich jedes Mal neu und parallel verlieben, ohne Rücksicht auf Verluste durch die Gegend heiraten. Ich kann immer wieder vorm Spiegel stehen, das Ja-Wort und die Aussprache meines neuen Namens einstudieren. Und die neue Unterschrift üben. Nicht auf dem Spiegel, sondern auf einem weißen Blatt. Oder auf der To-do-Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;220&quot; height=&quot;345&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/wahajama/images/zidane.jpg&quot; alt=&quot;zidane&quot;

/&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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